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therapeutisches Klonen/Medikamente mit weniger Zuzahlung
30 Jahre m. Niere

letzte Änderung: 09/2005

7. Situationsbericht

im 4. Jahr nach der Lebendnierenspende

Vier Jahre sind seit meiner Nierentransplantation vergangen und ich möchte auch in Jahr 2005 über den aktuellen Stand berichten.

Ich hatte seit der NTP nur 2 x einen Schnupfen; sonst nichts!


Am 01.04.2005 wurde ich von "Prograf" auf "Rapamune" umgestellt. Bei dem Medikament "Rapamune" (Sirolimus) handelt es sich um eine Neuentwicklung mit weniger Nebenwirkungen als "Sandimmun Optoral" bzw. "Prograf".
Bei diesem Medikament braucht man auch nur 1 Tablette innerhalb von 24 Stunden einzunehmen.

Meine aktuellen Medikamenteinahmen habe ich auf der Seite "Aktuelle Werte" veröffentlicht.

Die Umstellung von "Prograf" erfolgte bei mir komplikationslos wie folgt:
- Da "Rapamune" die Blutfette erhöht, waren diese vor der Umstellung bei mir zu senken. Es wurde das Medikament "Locol" 40 mg (0/0/0/1) vor der Umstellung (seit 12/2004) verordnet
- Einschleichmuster Rapamune ab dem 01.04.05: 1. Tag: 5 mg; 2. Tag: 3 mg und ab dem 3. Tag 1 mg 0/1/0/0 alle 24 Stunden.
- Zusätzlich wurde noch verordnet: 3 Tage CellCept 750 mg; dann dauerhaft: 500 mg 1/0/1.
- Prograf 0,5 mg 0/0/1 wurde in der Umstellphase reduziert und soll später abgesetzt werden
- Magnesium 100 mg 1/0/1;
- ASS 100 1/0/0
- Blopress 4 mg 1/0/1

Ich berichte so ausführlich über die bei mir stattgefundene Umstellung, da ich bereits Mail's von Transplantierten erhielt, bei denen es Probleme bei der Umstellung gab.
Ich bin froh darüber, dass ich in Behandlung der sehr erfahrenen Nephrologin Fr. Prof. Sperschneider vom KfH Jena bin!

Nach einer Woche (Einnahme Rapamune; Reduzierung Pragraf) hatten sich meine Nierenwerte positiv geändert. Seit der NTP bis 04/2005 schwankte der Kreatininwert immer zwischen 150 und 170 umol/l. Mit der Einnahme Rapamune fiel er auf 129 umol/l!


Über meine Erfahrungen mit einem neuen Labor in Erfurt (Arztwechsel) hatte ich weiter oben berichtet. Die wöchentlichen Blutuntersuchungen in der Umstellungsphase werden aus diesem Grund in einem Labor in Jena auf Veranlassung Fr. Prof. Sperschneider durchgeführt.



zur Infomation meine Medikamenteinnahmen 18.11.02 - bis 31.03.2005 (vor dem Wechsel zu Rapamune
Prograf 0,5mg 1 / 0 / 1 / 0 senkt das Immunsystem, damit das Transplantat nicht abgestoßen wird
Cellcept 750mg (seit NTP konstant) 1 / 0 / 1 / 0 senkt das Immunsystem, damit das Transplantat nicht abgestoßen wird
Diltahexal 12mg Retardtab (kostengünstiger als Dilzem 120 retard [Umstellung 04/03 durch 0800DocMorris.com; übrigens hat mir noch nie eine Apotheke ein kostengünstigeres Medikament "verkauft"]) 0 / 1 / 0 / 0 verringert die Einnahme "Prograf" um ca. 40% und senkt nebenbei den Blutdruck; konstante Einnahme 1/0/1/0 bis 10/2004; im Oktober 2004 erfolgte die Umstellung wie nebenstehend
Prednisolon 5mg 0 / 0 / 0 / 0 entzündungshemmend; seit der NTP 20 mg: 1/0/0/0 -> wurde reduziert auf 10 mg; ab 05/02: 5 mg; und Absetzung 02/04
Magnesium 100 (seit NTP konstant) 1 / 0 / 1 / 0 gleicht Nebenwirkungen "Prograf"/"Cellcept" aus;
mit der Gesundheitsreform 2004 müssen die Medikamentkosten vom Patienten übernommen werden
BLOPRESS 4mg (Umstellung 10/02 - als Nachfolgemedikament für Cybacen) Einnahme blutdruckabhängig blutdrucksenkend; gleicht Nebenwirkungen "Prograf"/"Cellcept" aus
ASS 100 1 / 0 / 0 / 0 durchblutungsfördernd - verlängert statistisch die Lebensdauer des Transplantats um ca. 6 Jahre; soll Krebsrisiko verringern;
mit der Gesundheitsreform 2004 müssen die Medikamentkosten vom Patienten übernommen werden


Mit meinen Werten am 21.04.05:
- Kreatinin: 133 micrmol/l,
- Taclorismusspiegel (Prograf): 0 ng/ml,
- Sirolimusspiegel (Rapamune): 2,0 ng/ml und
- MOF (CellCept): 0,40 mg/l
wurde Prograf abgestezt und CellCept wieder auf die Menge von 750 mg 1/0/1/0 erhöht.
Ich hatte mal gehört, dass der Sirolimusspiegel zwischen 5 und 8 liegen soll; bei mir scheint das aber anders zu sein. Ich bin froh darüber, denn die Nebenwirkungen sind geringer!
Ich habe schnon mal festgestellt, dass die seit 4 Jahren zu trockenen Augen sich gebessert haben. Das finde ich sehr positiv!


Nun bin ich 4 Monate auf Rapamune umgestellt; mein Sirolimusspiegel wurde konstant von Fr. Prof. Sperschneider auf 2 ng/ml eingestellt (von einem anderen Nephrolgen wurde ich informiert, dass der Spiegel auf ca. 8 ng/ml einzustellen wäre).
Mit einem Spiegel von 2 ng/ml sind der Kreatininwert und alle anderen Blut- und Urinwerte stabil bzw. sogar besser als vorher; ein Wert von 8 ng/ml wäre für mich sicherlich nachteilig!
Die Nebenwirkungen, die ich mit den Medikamenten "Sandimmun Optoral" und "Prograf" hatte (trockene Augen, gelegentlich Druck im Leberbereich, Schmerzen an den Füßen [ich hatte auf vorhergehenden Seiten bereits berichtet - ein Orthopäde wollte mir sogar einen nicht vorhd. Fersensporn operieren], usw.), sind verschwunden; die Menge an bisher eingenommenen Medikamenten konnten reduziert werden.
Mein Gewicht konnte ich reduzieren - nicht mehr so viel Appetit; alles Super!!!!!!!!!



 
(c) Jürgen Sauer